Kooperation mit dem Kindergarten

FÜE EINEN SPIELEND LEICHTEN ÜBERGANG VON KINDERGARTEN ZU SCHULE

Vermutlich teilen die letzten Generationen die Erfahrung, dass mit 6 Jahren der „Große Tag“ der Einschulung anstand. Wir teilen noch heute mit unseren Kindern das Gefühl, nun zu den Großen zu gehören, unsere Schullaufbahn zu starten.
Um den Übergang von Kindergarten zu Schule zu erleichtern, arbeiten die Kindergärten und die Schulen eng zusammen. Beide, Schule und Kindergarten, bereiten die Kinder auf die Zukunft vor. Für diese Kooperation ist das Einverständnis der Eltern notwendig. Die Kooperation startet bereits in der ersten vollen Schulwoche im neuen Schuljahr und beginnt mit dem Besuch der Kooperations-Lehrerin im Kindergarten.

Der Kindergarten bereitet die Kinder vor, indem er die Gruppen der „Mondkinder“ einrichtet und mit diesen Gruppen nach einem festen Plan arbeitet, die Schule bereitet vor, indem die Kindergartenkinder die Schule besuchen, beim Unterricht mal mit dabei sein können, den Ablauf dort ein bisschen kennenlernen. Toll bei uns ist, dass der Kindergarten neben der Schule liegt, wir also Nachbarn sind und dadurch also nur ganz kurze Wege zu überbrücken sind und die Kinder sich untereinander schon ein bisschen kennen.

Im Mittelpunkt steht immer die Schulbereitschaft mit der gesamten Persönlichkeit des Kindes. In der Kooperation sollen alle diese Bereiche gefördert werden. Konzentrationsspiele, Zahlen-Bilder-Zuordnungen, Bildergeschichten, miteinander Muster legen, Spiele, erzählen, zuhören und vieles mehr tragen hierzu bei. 4 Bereiche liefern uns wichtige Informationen zu dieser Schulbereitschaft:

Die kognitiven Kompetenzen

alles, was das Denken anbelangt

Die sozial-emotionalen Kompetenzen

alles, was das Miteinander und den Umgang und die Wahrnehmung von Gefühlen von sich selbst und von anderen anbelangt

Die motorische Kompetenz

alles, was die Bewegung und das Tun z.B. mit den Händen beim Basteln anbelangt

Die volitional-motivationalen Kompetenzen

alles, was uns aus uns selbst heraus antreibt, hierzu gehört auch die Selbstständigkeit, das Lernen-Wollen, die Leistungsbereitschaft, die Anstrengungsbereitschaft

Elterntipps für Schulanfänger

Das sollte Ihr Kind wissen und können

Die Hand wird durch praktisches Tun geschult.
Der Umgang mit der Schere, mit Stiften und mit Papier, sowie das Falten, Kleben, Malen und Schneiden fördern dies.

Ein wichtiger Baustein zum Lernen der Buchstaben ist die Beobachtungsfähigkeit. Sie schulen Sie durch genaues Hinschauen, Vergleichen und Unterscheiden. Buchstaben unterscheiden sich manchmal nur minimal. Qartette, Legespiele, usw. helfen hier.

Ihr Kind sollte räumliche Beziehungen herstellen können (vorne-hinten, oben-unten) und eine gesicherte Mengenvorstellung bis 6 haben (mehr – weniger – am meisten). Es sollte Zusammenhänge erkennen können (eine Zahl kann unterschiedlich dargestellt werden. Bsp: 6=2+2+2 oder 6=1+1+1+1+1+1).
Mit Würfelspielen oder Dominos können Sie dies fördern.

Ihr Kind sollte in ganzen Sätzen sprechen können, einfache Arbeitsanweisungen verstehen und ausführen können, Gemeinsamkeiten erkennen können, eine Vorstellung nicht nur von sich selbst sondern auch von der Umwelt um sich selbst haben.

Schulen Sie mit Ihrem Kind die Merkfähigkeit. 3 Dinge sollte sich das Kind einprägen und wiedergeben können.

Schulen Sie das Durchhaltevermögen, die Konzentration und die Anstrengungsbereitschaft.

Das Können von Grundfertigkeiten erleichtert den Alltag zu Hause und in der Schule:

  • Sich selbständig an- und ausziehen
  • Alleine und ohne Hilfe auf die Toilette gehen können
  • Sich dann die Hände waschen
  • Schnallen und Verschlüsse öffnen und schließen
  • Schuhe binden
  • Duschen – Verwendung des Duschmittels
  • Den ganzen Körper abtrocknen – auch den Rücken
  • Haare richtig frottieren und fönen
  • Stifte und Farben kennen
  • Schulranzen aufsetzen
  • Taschentuch benutzen
  • Kleine Aufgaben alleine bewältigen
  • Der Lehrkraft Informationen geben

Ihr Kind sollte sich an einen geregelten Tagesablauf gewöhnt haben, z.B. aufstehen, Einnahme von Mahlzeiten, Frühstück, Pausenbrot, Fernsehen – ausgewählte Sendungen und nicht zu lange, Schulweg (auch Busfahren)

Erzählen Sie, wie es dort ist, was man dort macht und was man dort lernt! Wecken Sie das Interesse und treffen Sie gemeinsam die erforderlichen Vorbereitungen. Zeigen Sie jedoch auch ein reales Bild – ohne Anstrengung geht es nicht, es gibt auch Fächer und Aufgaben, die weniger Spaß machen.

Gestalten Sie den ersten Schultag zu einem besonderen Tag – er sollte in positiver Erinnerung behalten werden!